Produktionen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

    Was spielt die Musikhochschule im Wilhelma Theater?

    Das Wilhelma Theater - Lehr- und Lerntheater der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart - präsentiert zahlreiche große und kleinere Produktionen der Studierenden aus den darstellenden Studiengängen, aber immer wieder auch aus anderen Bereichen der Hochschule. Künftige Schauspielerinnen, Sänger, Figurentheaterspielerinnen, Dirigenten und Instrumentalistinnen (oder auch umgekehrt!) finden hier ein "echtes", d.h. zahlendes Publikum und haben damit die einmalige Chance, ihr erlerntes Können schon während des Studiums unmittelbar ein- und umzusetzen.

    Damit bietet das Wilhelma Theater seinen Zuschauern die einzigartige Möglichkeit, einen Blick in den Stand der Ausbildung des Theaternachwuchses zu wagen und die jungen Künstlerinnen und Künstler bei ihrer beruflichen Entwicklung aktiv zu unterstützen.

    Sehen Sie hier, welche Produktionen in der nächsten Zeit geplant sind:

    Kurt Weill: Street Scene

    Kurt Weill, der nach den Erfolgen mit „ Die Dreigroschenoper“ und „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ vor den nationalsozialistischen Machthabern 1935 in die USA emigrierte, entwickelte seinen Kompositionsstil unter dem Einfluss des amerikanischen Broadwaymusicals zu einer neuen Musiktheaterform. Die geniale Fusion europäischer und amerikanischer Stilistik, von Oper, Operette, Musical, Jazz und populärer Musik bezeichnete Weill 1946 im Jahre der Komposition  dieser „american opera“ als „das größte und gewagteste Projekt, das ich bisher unternommen habe“.

    „Street Scene“ spielt in einer Straße des Schmelztiegels New York in einem Wohnhaus, das viele unterschiedliche Existenzen beherbergt. Der Zuschauer nimmt teil an ihren alltäglichen Sorgen und Freuden – der Vergleich zu den heute so beliebten Soap Operas und TV-Dauerbrennern wie „Lindenstraße“ liegt auf der Hand.

    Weill geht hier über die bloße Unterhaltung hinaus, jedoch ohne belehrenden Zeigefinger. Heute ist die Oper aktueller denn je: Koexistenz verschiedener Kulturen und Religionen, soziale Ungerechtigkeit, Intoleranz gegenüber Fremdem, Zukunftsängste und fehlende Perspektiven prägen auch unser (nicht nur städtisches) Leben.

    Für die Studierenden der HMDK ist dieses Ensemblestück mit über 40 Rollen in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung. Die geforderte psychologische Authentizität, die natürliche Ausdrucksform im Wechsel von gesprochenem und gesungenem Wort zu realisieren ist ein wichtiger Baustein in der szenischen Ausbildung ebenso wie die Beherrschung der verschiedenen musikalischen Stile. 

    Mit dem Regisseur Bernd Mottl und seinem Ausstatter Friedrich Eggert steht den jungen Sängerinnen und Sängern ein erfahrenes Duo zur Seite, das das Stück bereits 2013 in der Niedersächsischen Staatsoper Hannover realisiert hat.

    Mit Studierenden der Opernschule der HMDK Stuttgart

    Musikalische Leitung: Bernhard Epstein
    Regie: Bernd Mottl
    Ausstattung: Friedrich Eggert

    Orchester: Studierende der Instrumentalklassen der HMDK Stuttgart und Gäste

    Diese Produktion wird unterstützt von der Kurt Weill Foundation for Music, Inc., New York, NY
    sowie der Stadt Stuttgart und der Berthold Leibinger Stiftung GmbH

    Premiere am 3. Juni 2018, 18 Uhr im Wilhelma Theater
    Tickets gibt es ab sofort HIER!