Produktionen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

    Was spielt die Musikhochschule im Wilhelma Theater?

    Das Wilhelma Theater - Lehr- und Lerntheater der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart - präsentiert zahlreiche große und kleinere Produktionen der Studierenden aus den darstellenden Studiengängen, aber immer wieder auch aus anderen Bereichen der Hochschule. Künftige Schauspielerinnen, Sänger, Figurentheaterspielerinnen, Dirigenten und Instrumentalistinnen (oder auch umgekehrt!) finden hier ein "echtes", d.h. zahlendes Publikum und haben damit die einmalige Chance, ihr erlerntes Können schon während des Studiums unmittelbar ein- und umzusetzen.

    Damit bietet das Wilhelma Theater seinen Zuschauern die einzigartige Möglichkeit, einen Blick in den Stand der Ausbildung des Theaternachwuchses zu wagen und die jungen Künstlerinnen und Künstler bei ihrer beruflichen Entwicklung aktiv zu unterstützen.

    Sehen Sie hier, welche Produktionen in der nächsten Zeit geplant sind:

    Studio Alte Musik: Rodelinda - konzertante Oper von G.F. Händel

    Rodelinda, Königin der Langobarden, Heldin und Mutter in einem Kampf um Thron und Herzen am Mailänder Hof.

    Händels Oper „Rodelinda, Regina de’ Langobardi“ (HWV 19) beschloss die Opernsaison 1725 mit großem Erfolg, und ist zusammen mit „Giulio Cesare in Egitto“ und „Tamerlano“ die dritte große Oper aus seiner frühen Zeit an der Royal Academy of Music in London. In enger Zusammenarbeit mit Händels Librettisten Nicola Francesco Haym entstand dieses Werk für Sängerstars wie Senesino, Cuzzoni und Borosini. 

    Dieses konzertante Opernprojekt bietet jungen Sängerinnen und Sängern die wunderbare Gelegenheit, eine wichtige barocke Opernpartie vor Publikum zu präsentieren und ist zugleich ein Laboratorium der barocken Orchester- und Generalbasspraxis für Bläser, Streicher, und Basso Continuo-Instrumente.

    Mit Studierenden der Gesangsklassen und des Studios Alte Musik der HMDK
    Orchester des Studios Alte Musik
    Violoncello und Leitung : Prof. Jonathan Pesek

    Am 6. und 7. Juli 2017 jeweils um 19 Uhr Wilhelma Theater
    Tickets für 14,- € (9,- € ermäßigt) gibt es HIER

    Eine Uraufführung im Wilhelma Theater: Suse Rosen (Arbeitstitel)

    Suse Rosen (Arbeitstitel)

    Eine Stückentwicklung von Kjell Moberg und Christian Schönfelder mit dem Ensemble der Schauspielschule der HMDK Stuttgart

    Eine Koproduktion mit dem Jungen Ensemble Stuttgart (JES)

    Unruhige Zeiten: Es wird gestritten, debattiert, um die Deutungshoheit von Begriffen und Werten gekämpft, immer wieder kommt es bei Demonstrationen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Was niemand für möglich gehalten hätte: Extreme Ansichten, rechts wie links, werden nicht nur salon-, sondern vielleicht sogar mehrheitsfähig. Gut, dass es Ablenkung gibt von den Mühen des Alltags und den immer absurder anmutenden Meldungen in der Presse: Sport und Unterhaltung, Schlagermusik – und Hochkultur, wie die Stuttgarter Oper. Dort, im Ballett-Chor, tanzt sich Ende der 20er Jahre eine junge Frau aus Dresden in die Herzen des Publikums: Suse Rosen.

    Mit 17 Jahren wird sie in der Presse gefeiert als „traumzarte Elfenbeingestalt“, mit 22 Jahren beschimpft, ihre Auftritte als „übles Spiel“ und „ordinärer Tanz“ gebrandmarkt. Mit 23 Jahren erhält sie ihre Kündigung per Postkarte und muss das Land verlassen. Somit gehört sie zu den ungezählten, heute weitgehend vergessenen jüdischen Künstler*innen, deren Leben sich in der Zeitenwende der 30er Jahre schicksalhaft veränderte.

    Suse Rosen, eigentlich Susanne Rosenthal, hat in die Schweiz flüchten können. Andere sind geblieben. Sie haben versucht, ihre Freiheiten und ihr bisheriges Leben zu bewahren. Und für ihre Überzeugungen einzutreten, erst öffentlich, dann verdeckt. Die Biographie von Susanne Rosenthal ist eine von mehreren Geschichten aus Stuttgart, anhand derer die Schauspiel-Studierenden des 3. Jahrgangs der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst über das Stuttgart der frühen 30er Jahre recherchieren und ein Stück entwickeln werden.

    Inszenieren wird Kjell Moberg, der Regisseur und künstlerische Leiter der internationalen Theatercompanie NIE. In seinen Stückentwicklungen stehen stets Menschen im Zentrum, die um ihr kleines Glück kämpfen müssen, die inmitten historischer Umbrüche versuchen, ihre Hoffnung und eine eigene Haltung zu bewahren.

    Schon mehrfach hat NIE mit Gastspielen beim Festival "Schöne Aussicht" in Stuttgart für Furore gesorgt, zuletzt mit „Museum of Memorys“. Und mit Produktionen wie „Berlin, 1961“ und „The Emigrants“  am JES ist er vielen Stuttgartern noch gut im Gedächtnis. Wie in diesen beiden Produktionen wird er auch jetzt mit dem Autor und Dramaturgen des Jes,  Christian Schönfelder, zusammenarbeiten.

    „Suse Rosen“ ist der (Arbeits-)Titel der jüngsten Produktion am Wilhelma Theater. Es ist eine Stückentwicklung mit den 3. Jahrgang der Schauspielschule der HMDK Stuttgart und zugleich die erste Koproduktion zwischen der HMDK und dem JES.

    Regie: Kjell Moberg
    Bühne: Kersten Paulsen
    Autor: Christian Schönfelder
    Dramaturgie: Frederik Zeugke
    Mit Studierenden des 3. Jahrgangs der Schauspielschule der HMDK

    Premiere am 7. Oktober 2017, 20 Uhr
    Weitere Vorstellungstermine:
    Freitag, 13. Oktober 2017, 20 Uhr
    Samstag, 14. Oktober 2017, 20 Uhr
    Samstag, 21. Oktober 2017, 20 Uhr
    Samstag, 4. November 2017, 20 Uhr
    Samstag, 18. November 2017, 20 Uhr
    Samstag, 2. Dezember 2017, 20 Uhr
    Sonntag, 3. Dezember 2017, 18 Uhr
    Donnerstag, 7. Dezember 2017, 20 Uhr
    Freitag, 8. Dezember 2017, 20 Uhr

    Tickets für alle Vorstellungen gibt es ab Mitte Juli über unsere Veranstaltungsseite und bei Reservix!