Produktionen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

    Was spielt die Musikhochschule im Wilhelma Theater?

    Das Wilhelma Theater - Lehr- und Lerntheater der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart - präsentiert zahlreiche große und kleinere Produktionen der Studierenden aus den darstellenden Studiengängen, aber immer wieder auch aus anderen Bereichen der Hochschule. Künftige Schauspielerinnen, Sänger, Figurentheaterspielerinnen, Dirigenten und Instrumentalistinnen (oder auch umgekehrt!) finden hier ein "echtes", d.h. zahlendes Publikum und haben damit die einmalige Chance, ihr erlerntes Können schon während des Studiums unmittelbar ein- und umzusetzen.

    Damit bietet das Wilhelma Theater seinen Zuschauern die einzigartige Möglichkeit, einen Blick in den Stand der Ausbildung des Theaternachwuchses zu wagen und die jungen Künstlerinnen und Künstler bei ihrer beruflichen Entwicklung aktiv zu unterstützen.

    Sehen Sie hier, welche Produktionen in der nächsten Zeit geplant sind:

    Eine Uraufführung im Wilhelma Theater: Bis zum letzten Tanz

    Bis zum letzten Tanz  (UA)
    Stückentwicklung von Christian Schönfelder und Kjell Moberg
    Koproduktion mit dem Jungen Ensemble Stuttgart (JES)

    Es sind unruhige Zeiten. Der Streit um die Deutungshoheit über Begriffe und Werte eskaliert zusehends. Auf Demonstrationen kommt es mehr und mehr zu gewalttätigen Exzessen. Extreme Ansichten, rechte wie linke, werden salon- und vielleicht sogar mehrheitsfähig.  

    "Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist", sagte Erich Kästner. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Lawine aufzuhalten?

    In Zeiten politischen Umbruchs tut es gut, sich von den immer absurderen Meldungen in den Medien und den Mühen des Alltags abzulenken: ob mit Musik oder Unterhaltung, mit Sport oder Hochkultur…

    Suse Rosen tanzt sich am Stuttgarter Theater Ende der 20er Jahre in die Herzen des Publikums: mit 17 Jahren als „traumzarte Elfenbeingestalt“ in Stuttgart gefeiert, mit 22 Jahren beschimpft, 1933, im Jahr darauf per Postkarte gekündigt und mit Berufsverbot belegt. Sie muss das Land verlassen, um überleben zu können.  Andere bleiben, sie hoffen dass der „Spuk“ bald ein Ende haben möge, dass die absurden Politikergestalten schnell wieder abgelöst und deren abstrusen Anordnungen zurückgenommen werden.  Niemand ist so naiv und wartet dabei einfach nur auf bessere Zeiten: Der Alltag geht schließlich weiter. Und die Pläne mit der eigenen Ausbildung? Der Karriere? Der Familie? Ist das alles zu riskieren für eine allgemeine Demonstration gegen die neue Ordnung?  Oder für eine konkrete Aktion gegen den neuen Parteivorsitzenden, der in Stuttgart eine seiner Wahlkampfreden halten wird? Was ist jetzt zu tun?

    Diese Stückentwicklung, die in Koproduktion mit dem JES stattfindet, ist inspiriert von verschiedenen tatsächlichen Ereignissen und Lebenswegen in Stuttgart in den 1930er Jahren.  Das Schicksal von Susanne Rosenthal war einer der Ausgangspunkte für die aktuelle Produktion, die die Tänzerin in einem Stuttgarter Freundes- und Bekanntenkreis  vor dem entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben zeigt.

    Kjell Moberg, Gründer und künstlerischer Leiter der internationalen Theatercompanie N.I.E. wurde zuletzt im Frühjahr 2017 mit  der "Hedda", dem höchsten Theaterpreis Norwegens ausgezeichnet.

    Dank an das Hauptstaatsarchiv Ludwigsburg und die Initiative Stolperstein Stuttgart für die Unterstützung bei unseren Recherchen.

    Es spielen die Schauspielstudierenden des 3. Jahrgangs der HMDK Stuttgart:  Lua Mariell Barros Heckmanns, Daniel Dietrich, Giovanni Funiati, Lorena Handschin, Sebastian Kempf, Jelena Kunz, Thorsten Rodenberg, Arwen Schünke

    Regie: Kjell Moberg
    Ausstattung: Kersten Paulsen
    Autor: Christian Schönfelder
    Musik: Frank Kuruc
    Dramaturgie: Frederik Zeugke
    Mit Studierenden des 3. Jahrgangs der Schauspielschule der HMDK

    Premiere am 6. Oktober 2017, 20 Uhr
    Weitere Vorstellungstermine:
    Freitag, 13. Oktober 2017, 20 Uhr
    Samstag, 14. Oktober 2017, 20 Uhr
    Samstag, 21. Oktober 2017, 20 Uhr
    Samstag, 4. November 2017, 20 Uhr
    Samstag, 18. November 2017, 20 Uhr
    Samstag, 2. Dezember 2017, 20 Uhr
    Sonntag, 3. Dezember 2017, 18 Uhr
    Donnerstag, 7. Dezember 2017, 20 Uhr
    Freitag, 8. Dezember 2017, 20 Uhr

    Tickets für alle Vorstellungen gibt es ab sofort unter diesem LINK, über unsere Veranstaltungsseite und bei Reservix!