Produktionen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

    Was spielt die Musikhochschule im Wilhelma Theater?

    Das Wilhelma Theater - Lehr- und Lerntheater der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart - präsentiert zahlreiche große und kleinere Produktionen der Studierenden aus den darstellenden Studiengängen, aber immer wieder auch aus anderen Bereichen der Hochschule. Künftige Schauspielerinnen, Sänger, Figurentheaterspielerinnen, Dirigenten und Instrumentalistinnen (oder auch umgekehrt!) finden hier ein "echtes", d.h. zahlendes Publikum und haben damit die einmalige Chance, ihr erlerntes Können schon während des Studiums unmittelbar ein- und umzusetzen.

    Damit bietet das Wilhelma Theater seinen Zuschauern die einzigartige Möglichkeit, einen Blick in den Stand der Ausbildung des Theaternachwuchses zu wagen und die jungen Künstlerinnen und Künstler bei ihrer beruflichen Entwicklung aktiv zu unterstützen.

    Sehen Sie hier, welche Produktionen in der nächsten Zeit geplant sind:

     

    zerSTÖRung - Performance

    Fotos: Bordat/Meunier

     

    zerSTÖRung
    unter der Leitung von Pierre Meunier und Marguerite Bordat

    mit Studierenden der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
    Performance

    Sieben Studenten werden vor den Trümmern ihrer Arbeit stehen: Das Projekt zerSTÖRung ist eine Einladung, die destruktive Seite der menschlichen Natur als etwas Kreatives zu begreifen.

    Wir beobachten eine Gruppe von forschend-manipulativen SpielerInnen bei der Entwicklung von Zerstörungsmaschinen, folgen ihren ebenso amüsanten wie bösartigen Experimenten mit dem destruktiven Repertoire einer zerstörerischen Gesellschaft. Drei (Jazz-)Musiker begleiten die  LaborantInnen bei dieser tragikomischen Performance.
    Fangen wir an endlich Schluss zu machen – mit unserem Nächsten, den lieben Ideen, unserem Besitz, unseren Bequemlichkeiten, unserem Hund... Erwarten wir einen Abend, der kein Morgen kennt – zerstörend und betörend.

    Für die IMAGINALE und das Wilhelma Theater unternimmt das Regieteam Pierre Meunier und Marguerite Bordat mit Studierenden der Studiengänge Figurentheater und Jazz/Pop der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst eine theatrale Erkundung zum Thema ZERSTÖRUNG.

    Als künstlerischer Universalist und leidenschaftlicher Grenzüberschreiter zählt der Schriftsteller, Bühnenbildner, Schauspieler, Filmemacher und Regisseur Pierre Meunier zu den spannendsten Persönlichkeiten der französischen Theaterszene.
    „Pierre Meunièr gilt in Frankreich als Ausnahmeerscheinung, vereint er doch die Berufe des Autors, Schauspielers, Regisseurs und Bühnenbildners in einer Person und lässt sich obendrein mit seiner Arbeit in kein gängiges Schema einordnen. Den Beginn seiner künstlerischen Laufbahn startete er im Nouveau Cirque de Paris und im berühmten Pferdespektakel von Zingaro sowie in der Volière Dromesko. Er war Schauspieler am Théâtre du Radeau, in welchem er mit dem Regisseur Matthias Langhoff zusammenarbeitete. Pierre Meunier ist gleichermaßen vom sprachlichen Ausdrucksreichtum, wie der anschaulichen Präsentation schwieriger wissenschaftlicher Themen fasziniert und unterhält sein Publikum in diesem Spannungsverhältnis.“ (
    www.european-cultural-news.com / Online Kultur Magazin).

    SPIEL

    Marius Alsleben, Anne Brüssau
, Sarah Chaudon, Rafi Martin, Clara Palau y Herrero
, Emilien Truche
, Yannick Stasiak

    MUSIK
    
Jan Kappes,
    Apollonio Maiello, Franziska Schuster


    LEITUNG

    Pierre Meunier, 
Marguerite Bordat

    BETREUUNG 

    Prof. Julika Mayer
, Prof. Rainer Tempel

    Koproduktion der IMAGINALE - Internationales Figurentheaterfestival mit dem Wilhelma Theater Stuttgart

    Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation / DGCA, der Stiftung Kunst und Kultur der Landesbank Baden-Württemberg sowie der Falk Adler GmbH & Co KG, Schrott, Metalle, Gebrauchtmaschinen


    Premiere im Wilhelma Theater am 8. April 2016, 20 Uhr
    Weitere Vorstellungen am 9., 14. 16. und 17. April 2016.

    Einen optischen Eindruck der Performance finden Sie HIER!

     

    Jacques Offenbach: Les Contes d'Hoffmann

    Opéra fantastique en 5 actes
    Text von Jules Barbier; Musik von Jacques Offenbach
    In der Kammerfassung von Jan-Benjamin Homolka

    Man darf Offenbachs letztes Werk - „Les contes d’Hoffmann“, nach einem Schauspiel von Jules Barbier und Michel Carré – getrost als einen mit enormer Entschlossenheit vorangetriebenen Versuch werten, am Ende eines bereits absehbaren Lebens mit einem großen Wurf aus dem Schatten der rasant produzierten und auf allerlei Tagesereignisse anspielenden Operetten herauszutreten und der Nachwelt ein weit über alle Tagesaktualität hinausweisendes Künstleropus zu hinterlassen. Wie in einem unendlichen Spiegelkabinett überlagern sich in Offenbachs Werk die Figuren und die Ereignisse, die wir sozusagen aus allen Perspektiven bestaunen können, als spazierten wir frei durch Raum und Zeit. Natürlich ist Hoffmann nicht Offenbach und doch verrät die zwischen erotischer Erfüllung und künstlerischer Selbstverwirklichung oft genug betrunken hin- und herschwankende Titelfigur viel über die Stellung des Künstlers in der Gesellschaft, mit der sich auch Offenbach, nicht immer zu seiner Freude, auseinander zu setzen hatte. Während in der Oper Hoffmann im Berliner Weinkeller ‚Lutter und Wegener’ von seinen erotischen Niederlagen erzählt, läuft imaginär parallel in der nahegelegenen Oper Mozarts Don Giovanni, in welcher Hoffmanns große Qual und Liebe Stella die Donna Anna singt. Olympia, die automatische Puppe, Antonia, die Künstlerin und Giulietta, die Kurtisane sind Abspaltungen von Stella, so, wie Coppelius, Mirakel und Dappertutto Abspaltungen des Stadtrats Lindorf sind, der letztlich gegenüber dem stockbesoffenen und für Stella diese Nacht nicht mehr zu gebrauchenden Hoffmann bei Stella den Sieg davonträgt. Bernd Schmitt und Birgit Angele stellen in ihrer Realisation dieser phantastischen Oper den Aspekt der Abspaltungen und Verdoppelungen ins Zentrum. In einer Welt der gestohlenen Schatten, der verlorengegangenen Spiegelbilder, der Täuschungen und Ängste erleben wir die Wirklichkeit als krudes Manifestum eines wahrhaft kreativen Geistes.

    Bernd Schmitt



    Mit Dafne Boms, Clémence Boullu, Arthur Canguçu, Melanie Dreher, Philipp Franke, Byung-Gil Kim, Victoria Kunze, Tianji Lin, Sandro Machado, Robin Neck, Roman Poboinyi, Lisbeth Juel Rasmussen, Thomas Røshol, Anais Sarkissian, Lara Scheffler, Joyce de Souza und Maria Theresa Ullrich a.G.

    Es spielen Studierende der Instrumentalklassen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

    Musikalische Leitung: Nicholas Kok
    Regie: Bernd Schmitt
    Ausstattung: Birgit Angele

    Premiere am 8. Juni 2016, 19 Uhr
    Weitere 6 Vorstellungen bis 20.6.2016

    Karten für diese Opernproduktion können Sie ab sofort erwerben. Bitte auf diesen LINK klicken.