Produktionen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

    Was spielt die Musikhochschule im Wilhelma Theater?

    Das Wilhelma Theater - Lehr- und Lerntheater der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart - präsentiert zahlreiche große und kleinere Produktionen der Studierenden aus den darstellenden Studiengängen, aber immer wieder auch aus anderen Bereichen der Hochschule. Künftige Schauspielerinnen, Sänger, Figurentheaterspielerinnen, Dirigenten und Instrumentalistinnen (oder auch umgekehrt!) finden hier ein "echtes", d.h. zahlendes Publikum und haben damit die einmalige Chance, ihr erlerntes Können schon während des Studiums unmittelbar ein- und umzusetzen.

    Damit bietet das Wilhelma Theater seinen Zuschauern die einzigartige Möglichkeit, einen Blick in den Stand der Ausbildung des Theaternachwuchses zu wagen und die jungen Künstlerinnen und Künstler bei ihrer beruflichen Entwicklung aktiv zu unterstützen.

    Sehen Sie hier, welche Produktionen in der nächsten Zeit geplant sind:

    Gaetano Donizetti: Viva la mamma!

    Gaetano Donizettis 1827 in Neapel uraufgeführte komische Oper „Le convenienze ed inconvenienze teatrali“, im deutschsprachigen Raum besser bekannt als „Viva la Mamma“, ist eine Satire, die dem Zuschauer einige Einblicke  hinter die intrigenreichen Kulissen des damaligen Theaterbetriebes eröffnet. 

    Deutsche Übersetzungen dieses vielschichtigen  Titels, z.B. „Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten des Theaters“ oder „Sitten und Unsitten am Theater“ können den weiten Assoziationsradius des Italienischen nur sehr ausschnitthaft widergeben. So wie es verschiedene Titel gibt, sind auch mehrere Fassungen bekannt. Noch im 19. Jahrhundert war es üblich, das Werk dem jeweiligen Aufführungsort  und -anlass, den jeweils engagierten Sängern  und deren Virtuosität anzupassen. Donizetti selbst  überarbeitete und erweiterte 1831 die ursprünglich einaktige Farce für eine Aufführung in Mailand.

    Durch einige inhaltliche Kniffe flechten der Regisseur Hendrik Müller und der musikalische Leiter Bernhard Epstein zusätzliches musikalisches Material von Donizetti selbst, aber auch von Gioacchino Rossini ein und erweitern das Stück so auf eine angenehme abendfüllende Komödienlänge.

    Die Handlung lässt die Zuschauer teilhaben an der Probenarbeit zu einer fiktiven heroischen Oper „Romolo ed Ersilia“. Jeder - Sänger, Komponist, Dichter und Agent - verfolgt dabei zunächst vor allem seine eigenen Interessen. Der erste Teil des Stückes zeigt ein frühes Probenstadium, in dem die Komposition nicht vollendet, das Stück nur sehr partiell einstudiert ist und alle noch ihre Rangkämpfe austragen. Der zweite Teil dann spielt im Zeitraum der Schlussproben, wobei die Konfliktlage sich verschiebt von den Kämpfen untereinander zu dem Kampf des Künstlers mit der Materie und seiner Umgebung. Eine Aufführung wird „Romolo ed Ersilia“ nicht vergönnt sein.

    Als überzeitliche wie zugleich sehr aktuelle Frage steht im Raum: Wie lange werden Künstler noch tun dürfen, was sie tun – in einer durchökonomisierten Welt, in der der Spieltrieb des Künstlers als nur mehr dekoratives Schmuckwerk gerade noch geduldet wird? Unsere Künstler spielen dagegen mit aller Macht an. Ihr Spieltrieb wird sich nicht wegrationalisieren lassen.

    Mit: Arthur Canguçu, Emanuel Fluck, Koral Güvener, Snæbjörg Gunnarsdóttir / Lara Scheffler, Anna-Katharina Hilpert, Konstantin Krimmel, Robin Neck, Timoleon Sirlantzis, Paula Stemkens / Ho-Young Yang, Mathias Tönges

    Musikalische Leitung: Bernhard Epstein
    Regie: Hendrik Müller
    Ausstattung: Marc Weeger

    Mit dem Stuttgarter Kammerorchester
    & Studierenden der HMDK Stuttgart 

    Termine:
    24. Januar 2018, 19 Uhr – Premiere
    26. Januar 2018, 19 Uhr
    28. Januar 2018, 18 Uhr
    6. Februar 2018, 19 Uhr
    8. Februar 2018, 19 Uhr
    10. Februar 2018, 19 Uhr
    11. Februar 2018, 18 Uhr
    13. Februar 2018, 19 Uhr

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