Demnächst im Wilhelma Theater

    Sie wollen wissen, was im Wilhelma Theater in der nächsten Zeit so passiert? Dann sind Sie hier richtig!

    Hier erfahren Sie, was Sie keinesfalls verpassen sollten!

    Das vollständige Veranstaltungsprogramm mit direkter Online-Buchungsmöglichkeit finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.  

    Uraufführung im Wilhelma Theater: "Bis zum letzten Tanz"

    Bis zum letzten Tanz  (UA)

    Stückentwicklung von Christian Schönfelder und Kjell Moberg
    Koproduktion mit dem Jungen Ensemble Stuttgart (JES)

    Es sind unruhige Zeiten. Der Streit um die Deutungshoheit über Begriffe und Werte eskaliert zusehends. Auf Demonstrationen kommt es mehr und mehr zu gewalttätigen Exzessen. Extreme Ansichten, rechte wie linke, werden salon- und vielleicht sogar mehrheitsfähig.  

    "Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist", sagte Erich Kästner. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Lawine aufzuhalten?

    In Zeiten politischen Umbruchs tut es gut, sich von den immer absurderen Meldungen in den Medien und den Mühen des Alltags abzulenken: ob mit Musik oder Unterhaltung, mit Sport oder Hochkultur…

    Suse Rosen tanzt sich am Stuttgarter Theater Ende der 20er Jahre in die Herzen des Publikums: mit 17 Jahren als „traumzarte Elfenbeingestalt“ in Stuttgart gefeiert, mit 22 Jahren beschimpft, im Jahr darauf per Postkarte gekündigt und mit Berufsverbot belegt. Sie muss das Land verlassen, um überleben zu können.

    Diese Stückentwicklung, die in Koproduktion mit dem JES stattfindet, ist inspiriert von verschiedenen tatsächlichen Ereignissen und Lebenswegen in Stuttgart in den 1930er Jahren.  Das Schicksal von Susanne Rosenthal war einer der Ausgangspunkte für die aktuelle Produktion, die die Tänzerin im Stuttgarter Freundes- und Bekanntenkreis  vor dem entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben zeigt.

    Kjell Moberg, Gründer und künstlerischer Leiter der internationalen Theatercompanie N.I.E. wurde zuletzt im Frühjahr 2017 mit  der "Hedda", dem höchsten Theaterpreis Norwegens ausgezeichnet.

    Es spielen die Schauspielstudierenden des 3. Jahrgangs der HMDK Stuttgart:  Lua Mariell Barros Heckmanns, Daniel Dietrich, Giovanni Funiati, Lorena Handschin, Sebastian Kempf, Jelena Kunz, Thorsten Rodenberg, Arwen Schünke

    Regie: Kjell Moberg
    Bühne und Kostüme: Kersten Paulsen
    Musik: Frank Kuruc
    Dramaturgie: Frederik Zeugke

    Premiere 6. Oktober 2017, Beginn: 20 Uhr

    Tickets gibt es HIER!

    Theater Lindenhof: Homo Faber

    Nach dem Roman von Max Frisch

    "Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt, mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen" - so beschreibt Walter Faber in einem klaren Satz sich und seine Welt. Und dann, entgegen aller Wahrscheinlichkeit, begegnet er dem Unvorhersehbaren, das seine Welt, seine Gefühle und seinen Verstand verwirrt: Durch eine Kette von Zufällen begegnet er der jungen Sabeth. Ausgerechnet sie, die ihn an seine Jugendliebe Hanna erinnert, wird zu seinem Schicksal. Er verliebt sich und beginnt mit ihr eine Reise durch Europa. Er ahnt, was er nicht wissen will: dass sie seine Tochter ist. Doch dann stirbt Sabeth und ihr überraschender Tod erschüttert Fabers Weltbild. Er scheitert an der Unberechenbarkeit des Lebens, das ihn mit seiner Schuld und mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert.

    Die Theater-Lindenhof-Inszenierung hält sich dicht an den Originaltext und konzentriert sich auf die Innenwelt Fabers, in die der Zufall, das Unvorhergesehene eindringt. Rückblickend erzählt Walter Faber (Sebastian Schäfer) die Chronologie der Ereignisse. Durch die Stimmen der anderen Figuren (Reinhard Froboess, Kathrin Kestler), die ihn entlarven, sein verfehltes Leben aufdecken und ihn unbarmherzig durch die letzten Monate seines Lebens treiben, wird die Diskrepanz zwischen Fabers Selbstsicht und der Wirklichkeit dem Zuschauer vor Augen geführt. Diesem Erkenntnisprozess haften - aller Tragik zum Trotz - zuweilen auch sehr komische Züge an. Die inneren Stimmen lassen den Techniker schließlich verstummen und führen den Menschen Walter Faber zur Annahme seines Schicksals.

    Es spielen: Reinhard Froboess, Kathrin Kestler, Sebastian Schäfer
    Regie: Christof Küster
    Bühne und Kostüme: Maria Martinez Peña

    Mittwoch, 25. Oktober 2017, 20 Uhr - Tickets HIER!

    Gruppentarife  für Schulen sind buchbar unter kbb(at)wilhelma-theater(dot)de sowie telefonisch: 0711 95488461