Produktionen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

    Was spielt die Musikhochschule im Wilhelma Theater?

    Das Wilhelma Theater - Lehr- und Lerntheater der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart - präsentiert zahlreiche große und kleinere Produktionen der Studierenden aus den darstellenden Studiengängen, aber immer wieder auch aus anderen Bereichen der Hochschule. Künftige Schauspielerinnen, Sänger, Figurentheaterspielerinnen, Dirigenten und Instrumentalistinnen (oder auch umgekehrt!) finden hier ein "echtes", d.h. zahlendes Publikum und haben damit die einmalige Chance, ihr erlerntes Können schon während des Studiums unmittelbar ein- und umzusetzen.

    Damit bietet das Wilhelma Theater seinen Zuschauern die einzigartige Möglichkeit, einen Blick in den Stand der Ausbildung des Theaternachwuchses zu wagen und die jungen Künstlerinnen und Künstler bei ihrer beruflichen Entwicklung aktiv zu unterstützen.

    Sehen Sie hier, welche Produktionen in der nächsten Zeit geplant sind:

    Otto Nicolai: Die lustigen Weiber von Windsor

    Komisch-phantastische Oper
    Text von Salomon Hermann Mosenthal
    nach William Shakespeare
    Musik von Otto Nicolai

    Windsor. Ein beschauliches Städtchen in England. Die Häuser sind stattlich, die Gärten gepflegt. Ab und zu fällt ein Schuss. Dann sind die Männer auf der Jagd. Ansonsten ist es still.
    Für Sir John Falstaff sind die Zeiten schwierig geworden. Die Reputation seines Standes ist dahin – im Allgemeinen sowieso und in seinem speziellen Fall vielleicht noch etwas mehr. Sein Geld hat er in seinen monströsen Bauch investiert, seine adeligen Freunde sind perdu und so muss der Anarchist und Bramarbasierer sich nun gezwungenermaßen, das Herz voller Verachtung, über das Bürgertum finanzieren.
    Schnell hat Sir John herausbekommen, dass in der Regel die Damen des Hauses die Finanzen verwalten und so beschließt er, über das Herz einer gewissen Frau Fluth an den Schlüssel von Herrn Fluths gut gefüllter Geldkiste zu kommen und schreibt ihr – der Frau, nicht der Kiste (oder doch?) - einen Liebesbrief. Da man aber nie alles auf eine Karte setzen soll, so schreibt er einen zweiten Liebesbrief an die Nachbarin von Frau Fluth, eine gewisse Frau Reich, nicht nur des gleichen Liebe-vollen Inhalts, sondern ökonomischer Weise auch des identischen Wortlauts.
    Bei derart nachlässiger Täuschung fliegt die Sache recht schnell auf und die beiden Damen beschließen, sich an dem dicken Ritter zu rächen und bestellen ihn zu einem Stelldichein, das dann allerdings für seinen stattlichen Korpus sehr anders verläuft, als Sir John, der der Einladung nur allzu leicht Glauben schenkt, sich erhofft hatte.
    Außerdem will jede der beiden Damen bei dieser Gelegenheit der Manneszucht neben dem Ritter auch dem eigenen Ehemann eins auswischen. Herr Fluth soll büßen für seine ewige Eifersucht und wird von den Damen vermittels eines anonymen Briefes als Jäger auf den dicken Liebhaber angesetzt.
    Frau Reich kann sich mit ihrem Gemahl nicht einig werden, wer der bessere Ehemann für die gemeinsame Tochter Anna ist. Doktor Cajus, den Frau Reich präferiert oder Junker Spärlich mit 600 Pfund im Jahr und einer Fabrik, den Herr Reich gerne als Schwiegersohn sähe. Das allgemeine Chaos dieser Nacht der langen Rache will Frau Reich – lustigerweise aber auch ihr Mann - nutzen, um Anna heimlich dem ihrer / seiner Meinung nach Richtigen anzutrauen. Aber da gibt es noch einen gewissen Herrn Fenton und während die Schmerzensschreie des vom ganzen Städtchen malträtierten Ritters von der dicken Gestalt die Stille des nächtlichen Forsts zu Windsor zerreißen, kommt wenigstens der Habenichts Fenton mit seiner Herzensdame ans ersehnte Ziel.

    Mit Dritan Angoni, Josè Carmona, Johannes Fritsche, Timo Hannig, Dimitrios Karolidis, Kabelo Lebyana, Amber Norelai, Maria Polanska, Hans Porten, Alice Rossi, Paul Sutton, Elena Tasevska, Elizaveta Volkova, Sarah Yang
    und einem Chor aus Studierenden der Bachelorklassen.

    Musikalische Leitung: Bernhard Epstein
    Regie: Bernd Schmitt
    Bühne und Kostüme: Birgit Angele

    Es spielt das Stuttgarter Kammerorchester, sowie Studierende der Instrumentalklassen der HMDK.

    Eine Produktion der Opernschule der HMDK Stuttgart

    Premiere am 31. Januar 2020 um 19 Uhr im Wilhelma Theater
    Weitere Vorstellungen bis zum 18. Februar 2020

    Tickets gibt es HIER!

    SEXTETT

    SEXTETT untersucht die Verbindung von Jazz und Figurenspiel, Musik und Bewegung, Form und Klang. Sechs Figurenspielerinnen und Marionetten treffen auf sechs Instrumente und Instrumentalist*innen. In Improvisationen und einer Komposition von Rainer Tempel begeben sich die zwölf Studierenden aus den Studiengängen Figurentheater und Jazz & Pop auf eine gemeinsame Reise. Marionetten, Dinge und alles an Fäden sind dabei die theatralen Ausdrucksmittel dieser Inszenierung. Musik wird sichtbar, Bewegung wird hörbar und zwölf Menschen, sechs Figuren und sechs Instrumente verschmelzen zum Sextett.

    „Jazz und Marionetten – eine längst überfällige Begegnung! Spontane Tonfolgen treffen auf spontane Bewegungsabläufe. Und was sich so wechselseitig bedingt und herausfordert, gerinnt zur Komposition, zur Choreographie, zum Theatererlebnis.
    Am Anfang steht das gemeinsame Element der Improvisation. Diese beginnt im Figurentheater schon in der Werkstatt, wenn die Studierenden ihre ersten aus Holz gedrechselten Formelemente zu „Köpfen“ verdichten. Ein Plan existiert nicht. Die Marionetten dürfen einfach entstehen. So auch im Jazz: die ersten improvisierten Töne wirken richtungsweisend für alles, was noch folgt.
    Marionetten sind Theaterinstrumente, mit der größten Unabhängigkeit vom Spielenden und eignen sich in ihrer Darstellung hervorragend für alles Tänzerische. Ihre Bewegungen sind rein physikalischer Natur. Als Pendel und Pendel-Organismen sind sie in ihrer Körpersprache völlig künstlich, d.h. ganz und gar Menschen-unähnlich. Dies macht sie zu vollkommenen Kunstfiguren, die sich mit Leichtigkeit in die Welt des Klanges fügen können. Und plötzlich werden die Grenzen fließend:
    Musiker*innen, Spieler*innen, Musikinstrumente und Fadenfiguren durchdringen einander auf wundersame Weise.“   (Michael Mordo)

    Regie: Frank Soehnle
    Komposition & Betreuung Musik: Rainer Tempel
    Betreuung Figurenbau: Michael Mordo
    Betreuung Ausstattung: Arne Bustorff

    Musik:
    Annika Franz, Gesang
    Lars Töpperwien, Trompete
    Simon Bremen, Saxophon
    Moritz Langmaier, Klavier
    Erik Biscalchin, Bass
    Klemens Fregin, Schlagzeug

    Figurenspiel:
    Anne-Sophie Dautz
    Solène Hervé
    Annina Mosimann
    Liesbeth Nenoff
    Adeline Rüss
    Anniek Vetter

    Eine Produktion der Studiengänge Figurentheater und Jazz & Pop der HMDK Stuttgart

    Premiere: Sonntag, 29. März 2020, 20 Uhr
    Weitere Vorstellungen:
    Donnerstag, 2. April 2020, 20 Uhr
    Samstag, 4. April 2020, 20 Uhr
    Sonntag, 5. April 2020, 20 Uhr
    Freitag, 24. April 2020, 20 Uhr
    Samstag, 25. April 2020, 20 Uhr

    Tickets für SEXTETT gibt es HIER!