Demnächst im Wilhelma Theater

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    La Wally

    Oper in 4 Akten in italienischer Sprache
    Libretto von Luigi Illica nach dem Roman „Die Geier-Wally“ von Wilhelmine von Hillern
    Musik von Alfredo Catalani / Kammerfassung von Christopher Brandt

    Wie der Titel der Oper uns zeigt, musste der Geier - als auf einer Opernbühne wohl nicht sehr praktikabel – aus der Geschichte weichen. Ansonsten aber haben Alfredo Catalani und sein Librettist Luigi Illica viel Leben und Sterben, Tänze und Kämpfe, Naturgewalt und Heimatliebe aus dem Tiroler Ötztal, wie es sich Ende des 19. Jahrhunderts den Autoren präsentierte, aus dem Roman der Wilhelmine von Hillern in ihre Verismo-Oper hinübergerettet.
    Die Geschichte Walburga Strommingers, von ihrem Vater mangels eines Sohnes eher im kraftvollen Selbstbewusstsein eines jungen Mannes als in der Demut einer Frau erzogen, der wilden Wally, die vor nichts und niemandem zurückschreckt und sagt, was sie denkt, ob es den Leuten gefällt oder nicht, die sich in den Bärenjoseph verliebt – der seinen Bären auch in der Oper behalten durfte, vermutlich weil der im Moment seines Auftretens bereits tot ist – in den Bärenjoseph verliebt sie sich also, der die gleiche äußere Kraft und innere Stärke hat wie sie. Unfähig über ihre Gefühle zu reden, sagt sie ihm aber nichts davon. Doch der Vinzenz Gellner, der die Wally abgöttisch liebt, sieht’s und verrät’s dem Vater, der immer Ärger hatte mit dem Vater vom Joseph, der ohnehin aus Sölden war und nicht aus Hochstoff wie der Stromminger und ein Stolzer dazu und da gibt der Stromminger sein Mädel zum Dank und zum Trotz dem Gellner zur Frau. Die Wally aber lehnt den Gellner ab, weil sie ihn nicht liebe, wie sie sagt, und da jagt sie der Vater vom Hof und sie verbringt einen Sommer allein auf der höchsten Alm bei den Ziegen und den Berggeistern vom Murzoll.

    Dann ist der Vater tot. Die Wally erbt den Hof und kann frei über sich entscheiden. Auf einem Fest in Sölden trifft sie den Joseph wieder. Doch fuchsteufelswild und eifersüchtig beleidigt sie die Afra, die sie mit dem Joseph liiert glaubt. Da fordert Joseph sie auf zum Tanz des Kusses, bei dem der Mann der Frau einen Kuss rauben muss - gegen deren Willen – und dann gehört sie ihm an für immer. Ein Duell so packend wie High Noon. Wally ist im Glück und am Ende des Tanzes gibt sie sich Joseph hin, aus freien Stücken. Aber alle lachen sie aus, denn es war keine Eroberung, keine Liebe, es war nur die Rache für Afra. In ihrer rasenden Wut und Verletztheit fragt Wally den Vinzenz Gellner, ob er sie noch wolle und bereit sei, für ihre Hand den Joseph zu töten. Und so nimmt das Drama im Ötztal seinen Lauf.

    Musikalische Leitung: Johannes Pell
    Regie: Bernd Schmitt
    Bühne und Kostüme: Birgit Angele

    Mit dem Stuttgarter Kammerorchester und Studierenden der HMDK Stuttgart

    Eine Produktion der Opernschule der HMDK

    Premiere: 8. Juni 2022

    Weitere Vorstellungen am 10., 11., 12., 14. und 15. Juni 2022

    Tickets sind ab sofort HIER erhältlich!