Demnächst im Wilhelma Theater

    Sie wollen wissen, was im Wilhelma Theater in der nächsten Zeit so passiert? Dann sind Sie hier richtig!

    Hier erfahren Sie, was Sie keinesfalls verpassen sollten!

    Das vollständige Veranstaltungsprogramm mit direkter Online-Buchungsmöglichkeit finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.  

    Das Ende von Eddy

    Das Ende von Eddy von Édouard Louis

    Eddy wächst in einer ihm fremden Welt auf. Hier sind Männer Männer, wenn sie viel trinken, ohne wirklich Träume zu haben. Wenn sie harte Arbeit in der Fabrik leisten und mit zu wenig Geld zu spät nach Hause kommen. Fussball spielen. Oder laut darüber streiten. Sich Schlägereien liefern. Frauen lieben – genau so, wie sie es vorher in den Videos heimlich gesehen haben.

    Eddy fühlt: er ist anders. Wenn er spricht, lachen die andere über seine Stimme, wenn er sich bewegt, verhöhnen sie seinen Lauf, seine Gestik. Wenn er still ist und starr schlagen sie zu und lachen über ihn. Mädchen interessieren Eddy nicht. Seine Homosexualität versucht er zu verleugnen und zu verbergen. Eine erste Freundin, demonstrativ den anderen vorgeführt, hilft da nicht lange. Eddy sucht nach einem Weg, anders sein zu dürfen, denn wie die anderen kann er nicht werden. Ändern kann er weder sich noch sein Umfeld. Wohin also?

    Der Autor Edouard Louis begann mit 18 Jahren seinen ersten Roman zu schreiben. Seine Geschichte von Eddy trägt starke autobiografische Züge. Als „Skandalautor“ und „Wunderkind“ wird er ausgezeichnet, seit 2014 in verschiedene Sprachen übersetzt, seine Texte werden auf Bühnen zwischen New York, Paris und Berlin erfolgreich inszeniert. Louis führt dieser Gesellschaft vor, wie sehr neben der sich als aufgeklärt feiernden Welt noch andere Lebensweisen und Auffassungen weiter machtvoll existieren. Homophobie, Armut und Bildungsferne sind keine Themen anderer Länder oder Zeiten, sondern ein gegenwärtiger Alltag, den wir oft lieber als komisch betrachten wollen, statt ihn zu ändern.

    Die Regisseurin Nina Mattenklotz inszenierte seit 2008 u.a. am Schauspielhaus in Wien und Zürich, in Hamburg, Basel, Bremen, Graz und Luzern und mehrfach auch am Staatstheater in Stuttgart.

    Regie: Nina Mattenklotz - Ausstattung: Lena Hiebel – Dramaturgie: Frederik Zeugke

    Mit den Schauspielstudierenden der HMDK, Annabel Charlotte Hertweck, Anja Pichler, David Richter, Joscha Schönhaus, Furkan Yaprak

    Premiere: 2.Oktober 2021, 19.30 Uhr

    Weitere Vorstellungen am: 8., 15., 16. Oktober; 11., 12., 27., 28. November und 3., 4. Dezember 2021, Beginn jeweils 19.30 Uhr

    Tickets gibt es jeweils spätestens 4 Wochen vor dem jeweiligen Termin unter diesem Link.

    Die Nibelungen - Live-Hörspiel

    Natürlich kennen Sie die Nibelungen. Natürlich wurde Ihnen schon oft versprochen, dieses Mal einen Klassiker wirklich in ganz neuem Gewand zu erleben. Natürlich kommt Ihnen das wie eine Floskel vor. Aber diesmal stimmt‘s wirklich. Wir spielen die Nibelungen nach einer Fassung von Heinrich von Steinfest. Als Livehörspiel unter der Regie von Günter Maurer. Das ist nämlich gleich doppelt neues Gewand für einen verstaubten Klassiker. Das müssen Sie jetzt auch zugeben, dass Sie den so noch nie gesehen haben. Und dabei haben wir noch gar nicht erwähnt, dass wir selbst einige Kapitel umgeschrieben haben: Wir haben noch gar nichts vom Boxkampf erzählt, von der Soap-Opera, dem genialen Schachzug, neben Mittelhochdeutsch auch noch HipHop-Einlagen einzubinden. Wirkt das jetzt viel? Ja. Aber davon lassen Sie sich doch nicht abschrecken. Immerhin sind Sie bis hierher gekommen. Hätten Sie nach „Klassiker in neuem Gewand“ aufgehört zu lesen, dann wüssten Sie das alles nicht. Sie wüssten auch nicht, dass alle Beteiligten auf der Bühne Sprechkunststudierende und Absolventen sind - und dass das Ganze auch noch von Live-Musik untermalt wird! Das klingt nicht uninteressant, finden Sie? Nur wie das Ganze in einen Rahmen passen soll, wie aus diesen grellen Puzzleteilen etwas werden kann, dass schließlich unterhaltsam, kurzweilig und witzig ist, das können Sie sich noch nicht so ganz vorstellen. Tja. Da können Sie jetzt hier aber auch noch so viel lesen - das klärt sich erst, wenn Sie sich das Stück anschauen. Also alles können wir hier nun wirklich nicht verraten... Dass Siegfried stirbt, wissen sie ja schon. Eigentlich sterben alle. So ist das mit den Heldensagen. Da kommt es eben mehr aufs Drumherum an. Und davon haben wir wirklich Einiges zu bieten. Also kommen Sie? Schön, wir auch.

    Mitwirkende:
    Berenike Beckhaus, Mareike Köhler, Max Walter Weise,
    Leo Röcker, Jona Mack, Lea Brückner  & Judith Quast.

    Günter Maurer, Bearbeitung & Regie

    Eine Produktion der Studiengänge Sprechkunst und Sprecherziehung der HMDK Stuttgart.


    25. und 26. November 2021, jeweils 19 Uhr