Demnächst im Wilhelma Theater

    Sie wollen wissen, was im Wilhelma Theater in der nächsten Zeit so passiert? Dann sind Sie hier richtig!

    Hier erfahren Sie, was Sie keinesfalls verpassen sollten!

    Das vollständige Veranstaltungsprogramm mit direkter Online-Buchungsmöglichkeit finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.  

    Uraufführung im Wilhelma Theater: "Bis zum letzten Tanz"

    Fotos: Christoph Kalscheuer

    Bis zum letzten Tanz  (UA)

    Ensembleproduktion von Kjell Moberg (Regie) und Christian Schönfelder (Text)
    mit dem 3. Jahrgang der HMDK Stuttgart

    In Koproduktion mit dem JES (Junges Ensemble Stuttgart)

    Es sind unruhige Zeiten. Die Wirtschaft kränkelt, ideologische Grabenkämpfe sorgen für Unruhe und Provokationen, Vorbehalte gegenüber allem Fremden werden größer, rechte Kräfte greifen nach der Macht. Die Welt gleicht einem Pulverfass.

    Luisa und Ursel, Helene und Paul, Kalle und Hans, Suse und Franz aber wollen vor allem: ihr Glück finden, ein Leben führen mit verlässlichen Freunden und guter Arbeit, Karriere machen, kreativ sein und vielleicht sogar schon eine Familie gründen. Die schlechten Nachrichten aus aller Welt prallen ab an den vier Wänden, die sie umgeben. Sie wissen nicht, welche Lawine sie überrollen könnte. Und sie wollen es auch gar nicht wissen.

    "Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist", sagte Erich Kästner. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Lawine aufzuhalten? Wann ist es Zeit, politisch aktiv zu werden?

    Die acht Schauspiel-Studierenden des 3. Jahrgangs der HMDK Stuttgart entwickeln gemeinsam mit dem norwegischen Regisseur Kjell Moberg und JES-Autor Christian Schönfelder ein Stück über acht junge Menschen in einer globalen Umbruchsituation. Für ihre Rollen haben sie sich inspirieren lassen von verschiedenen realen Ereignissen und Biografien in Stuttgart in den 1930er Jahren.

    Eine von ihnen ist die jüdische Tänzerin Susanne Rosenthal. Als Suse Rosen tanzt sie sich am Stuttgarter Theater Ende der 20er Jahre in die Herzen des Publikums: mit 17 Jahren als „traumzarte Elfenbeingestalt“ in Stuttgart gefeiert, mit 22 Jahren beschimpft und im Jahr darauf, 1933, per Postkarte gekündigt und mit Berufsverbot belegt. Sie muss das Land verlassen, um überleben zu können. Andere bleiben, sie hoffen dass der „Spuk“ bald ein Ende haben möge.

    Es spielen die Schauspielstudierenden des 3. Jahrgangs der HMDK Stuttgart: Lua Mariell Barros Heckmanns, Daniel Dietrich, Giovanni Funiati, Lorena Handschin, Sebastian Kempf, Jelena Kunz, Thorsten Rodenberg, Arwen Schünke

    Regie: Kjell Moberg  - Text Christian Schönfelder -  Bühne und Kostüme Kersten Paulsen - Musik Frank Kuruc -Dramaturgie Frederik Zeugke

    Kjell Moberg, Gründer und künstlerischer Leiter der internationalen Theatercompanie N.I.E., wurde zuletzt im Frühjahr 2017 mit der "Hedda", dem höchsten Theaterpreis Norwegens ausgezeichnet.

    Dank an das Hauptstaatsarchiv Ludwigsburg und die Initiative Stolperstein e.V. Stuttgart für die Unterstützung bei unseren Recherchen.

    Premiere 6. Oktober 2017, Beginn: 20 Uhr

    Tickets gibt es HIER!

    Theater Lindenhof: Homo Faber

    Nach dem Roman von Max Frisch

    "Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt, mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen" - so beschreibt Walter Faber in einem klaren Satz sich und seine Welt. Und dann, entgegen aller Wahrscheinlichkeit, begegnet er dem Unvorhersehbaren, das seine Welt, seine Gefühle und seinen Verstand verwirrt: Durch eine Kette von Zufällen begegnet er der jungen Sabeth. Ausgerechnet sie, die ihn an seine Jugendliebe Hanna erinnert, wird zu seinem Schicksal. Er verliebt sich und beginnt mit ihr eine Reise durch Europa. Er ahnt, was er nicht wissen will: dass sie seine Tochter ist. Doch dann stirbt Sabeth und ihr überraschender Tod erschüttert Fabers Weltbild. Er scheitert an der Unberechenbarkeit des Lebens, das ihn mit seiner Schuld und mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert.

    Die Theater-Lindenhof-Inszenierung hält sich dicht an den Originaltext und konzentriert sich auf die Innenwelt Fabers, in die der Zufall, das Unvorhergesehene eindringt. Rückblickend erzählt Walter Faber (Sebastian Schäfer) die Chronologie der Ereignisse. Durch die Stimmen der anderen Figuren (Reinhard Froboess, Kathrin Kestler), die ihn entlarven, sein verfehltes Leben aufdecken und ihn unbarmherzig durch die letzten Monate seines Lebens treiben, wird die Diskrepanz zwischen Fabers Selbstsicht und der Wirklichkeit dem Zuschauer vor Augen geführt. Diesem Erkenntnisprozess haften - aller Tragik zum Trotz - zuweilen auch sehr komische Züge an. Die inneren Stimmen lassen den Techniker schließlich verstummen und führen den Menschen Walter Faber zur Annahme seines Schicksals.

    Es spielen: Reinhard Froboess, Kathrin Kestler, Sebastian Schäfer
    Regie: Christof Küster
    Bühne und Kostüme: Maria Martinez Peña

    Mittwoch, 25. Oktober 2017, 20 Uhr - Tickets HIER!

    Gruppentarife  für Schulen sind buchbar unter kbb(at)wilhelma-theater(dot)de sowie telefonisch: 0711 95488461

     

     

    Die Himmelsleiter - ein szenisches Oratorium zum Reformationsjubiläum

    Ein szenisches Oratorium von Hans-Christian Hauser im Rahmen des 29. Isny-Oper Festivals e.V. und des offiziellen Programms zum bundesweiten Reformationsjubiläum

    Angeregt durch Martin Luthers Beschäftigung mit Sprache und Übersetzung wird die Geschichte der Jakobsleiter neben andere biblische Episoden mit verwandtem theologischem Grundmotiv gestellt. Dabei manifestiert sich die unterschiedliche Aussagekraft der verschiedenen Sprachen und Sprachstile - die hebräische Sprache, die Luther-Übersetzung und moderne Übersetzungen (z.B. Bibel in gerechter Sprache) - in je unterschiedlicher musikalischer Energie.

    Zu jeder der biblischen Szenen gesellt eine Szene aus den Werken Franz Kafkas. Im Kontrast zu seinen rätselhaften, verfahrenen, aussichtslosen Situationen wird die Gnade der Berührung mit Gott – eines der Hauptthemen Martin Luthers -  in der Bibel erst richtig fühlbar.
    Die exegetische Beschäftigung mit dem theologischen Motiv der Himmelsleiter wird zudem erweitert um einen überraschenden Blick auf eine verwandte Episode in islamischer Tradition. Auch hierin inspiriert von Luther möchte das Werk sich modernen, theologisch-gesellschaftlichen Anforderungen unserer Zeit stellen, Brücken bauen und so dazu beitragen, die Theologie insgesamt ein Stück voran zu bringen.

    Hans-Christian Hauser komponierte in den letzten Jahren immer wieder musikalisch-szenische Werke zumeist jüdischer Thematik, die im Carl-Orff-Saal des Gasteig München sowie im Wilhelma-Theater Stuttgart aufgeführt wurden. Mit der Himmelsleiter vertont er nun einen Reigen von bildkräftigen biblischen Szenen.

    Mit Studierenden und jungen Absolventen der Hochschule für Musik und Theater München
    Komposition und künstlerische Leitung: Hans-Christian Hauser
    Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur & Medien aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages

    31. Oktober 2017, 19 Uhr

    Tickets HIER!