Produktionen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

    Was spielt die Musikhochschule im Wilhelma Theater?

    Das Wilhelma Theater - Lehr- und Lerntheater der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart - präsentiert zahlreiche große und kleinere Produktionen der Studierenden aus den darstellenden Studiengängen, aber immer wieder auch aus anderen Bereichen der Hochschule. Künftige Schauspielerinnen, Sänger, Figurentheaterspielerinnen, Dirigenten und Instrumentalistinnen (oder auch umgekehrt!) finden hier ein "echtes", d.h. zahlendes Publikum und haben damit die einmalige Chance, ihr erlerntes Können schon während des Studiums unmittelbar ein- und umzusetzen.

    Damit bietet das Wilhelma Theater seinen Zuschauern die einzigartige Möglichkeit, einen Blick in den Stand der Ausbildung des Theaternachwuchses zu wagen und die jungen Künstlerinnen und Künstler bei ihrer beruflichen Entwicklung aktiv zu unterstützen.

    Sehen Sie hier, welche Produktionen in der nächsten Zeit geplant sind:

    W. A. Mozart: Così fan tutte

    „So machen es alle!“ (gemeint sind alle Frauen) - diese 1790 in Wien uraufgeführte Oper ist nach „Le nozze di Figaro“ und „Don Giovanni“ die dritte und letzte Zusammenarbeit Mozarts mit seinem kongenialen Librettisten Lorenzo da Ponte. Die beiden schufen damit ein fulminantes, neapolitanisches Verwirrspiel rund um Liebe, Verführbarkeit, Untreue und Eifersucht. „Die Oper ist derart unanständig, dass sie in Deutschland meist italienisch gesungen wird“, schreibt der Humorist Loriot in seinem Opernführer. Was als harmloser Verkleidungsspaß beginnt, in dem zwei junge Männer die Treue ihrer Verlobten überprüfen und - mit angeklebten Schnurrbärten als Orientalen kostümiert und so von ihren Bräuten unerkannt - jeweils die Partnerin des anderen zu verführen versuchen, wird für die jungen Paare zu einer „Schule der Liebenden“ (wie das Stück im Untertitel heißt), in der die Schüler bei der Erkundung ihres Gefühlslebens durchaus schmerzhafte Lektionen über sich selbst und den jeweils anderen zu verkraften haben. Auf Grund seiner Handlung galt das Stück schon bald nach seiner Uraufführung als frivol, albern und oberflächlich. Heute als einzigartiges Meisterwerk anerkannt, wurde es im ganzen 19. Jahrhundert - unter anderem von Komponisten wie Beethoven und Wagner - heftig abgelehnt und wenn, dann nur in entstellenden Bearbeitungen und Umarbeitungen aufgeführt, die versuchten, die Unwahrscheinlichkeiten der Handlung und die moralischen Verfehlungen der handelnden Figuren zu rechtfertigen oder ganz zu beseitigen. Dazu noch einmal Loriot: „Aus heutiger Sicht sieht die Sache allerdings anders aus: Die Damen haben nur bewiesen, dass sie nichts gegen Ausländer haben.“

    Nun erarbeitet der Regisseur Olivier Tambosi mit Studierenden der Opernschule der HMDK Stuttgart das Stück für das Wilhelma Theater und zeigt seine Sicht auf eines der faszinierendsten und vieldeutigen Werke der gesamten Operngeschichte.

    Mit Studierenden der Opernschule der HMDK Stuttgart
    und dem Stuttgarter Kammerorchester
    ergänzt durch Studierende der Instrumentalklassen der HMDK.

    Musikalische Leitung: Richard Wien
    Regie: Olivier Tambosi
    Ausstattung: Kersten Paulsen

    Premiere am 31. Januar 2019 im Wilhelma Theater

    Tickets sind ab sofort unter diesem Link erhältlich.