Produktionen der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

    Was spielt die Musikhochschule im Wilhelma Theater?

    Das Wilhelma Theater - Lehr- und Lerntheater der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart - präsentiert zahlreiche große und kleinere Produktionen der Studierenden aus den darstellenden Studiengängen, aber immer wieder auch aus anderen Bereichen der Hochschule. Künftige Schauspielerinnen, Sänger, Figurentheaterspielerinnen, Dirigenten und Instrumentalistinnen (oder auch umgekehrt!) finden hier ein "echtes", d.h. zahlendes Publikum und haben damit die einmalige Chance, ihr erlerntes Können schon während des Studiums unmittelbar ein- und umzusetzen.

    Damit bietet das Wilhelma Theater seinen Zuschauern die einzigartige Möglichkeit, einen Blick in den Stand der Ausbildung des Theaternachwuchses zu wagen und die jungen Künstlerinnen und Künstler bei ihrer beruflichen Entwicklung aktiv zu unterstützen.

    Sehen Sie hier, welche Produktionen in der nächsten Zeit geplant sind:

    La Wally

    Oper in 4 Akten in italienischer Sprache

    Libretto von Luigi Illica nach dem Roman „Die Geier-Wally“ von Wilhelmine von Hillern
    Musik von Alfredo Catalani / Kammerfassung von Christopher Brandt

    Wie der Titel der Oper uns zeigt, musste der Geier - als auf einer Opernbühne wohl nicht sehr praktikabel – aus der Geschichte weichen. Ansonsten aber haben Alfredo Catalani und sein Librettist Luigi Illica viel Leben und Sterben, Tänze und Kämpfe, Naturgewalt und Heimatliebe aus dem Tiroler Ötztal, wie es sich Ende des 19. Jahrhunderts den Autoren präsentierte, aus dem Roman der Wilhelmine von Hillern in ihre Verismo-Oper hinübergerettet.
    Die Geschichte Walburga Strommingers, von ihrem Vater mangels eines Sohnes eher im kraftvollen Selbstbewusstsein eines jungen Mannes als in der Demut einer Frau erzogen, der wilden Wally, die vor nichts und niemandem zurückschreckt und sagt, was sie denkt, ob es den Leuten gefällt oder nicht, die sich in den Bärenjoseph verliebt – der seinen Bären auch in der Oper behalten durfte, vermutlich weil der im Moment seines Auftretens bereits tot ist – in den Bärenjoseph verliebt sie sich also, der die gleiche äußere Kraft und innere Stärke hat wie sie. Unfähig über ihre Gefühle zu reden, sagt sie ihm aber nichts davon. Doch der Vinzenz Gellner, der die Wally abgöttisch liebt, sieht’s und verrät’s dem Vater, der immer Ärger hatte mit dem Vater vom Joseph, der ohnehin aus Sölden ist und nicht aus Hochstoff wie der Stromminger und ein Stolzer dazu und da gibt der Stromminger sein Mädel zum Dank und zum Trotz dem Gellner zur Frau. Die Wally aber lehnt den Gellner ab, weil sie ihn nicht liebe, wie sie sagt, und da jagt sie der Vater vom Hof und sie verbringt einen Sommer allein auf der höchsten Alm bei den Ziegen und den Berggeistern vom Murzoll.

    Dann ist der Vater tot. Die Wally erbt den Hof und kann frei über sich entscheiden. Auf einem Fest in Sölden trifft sie den Joseph wieder. Doch fuchsteufelswild und eifersüchtig beleidigt sie die Afra, die sie mit dem Joseph liiert glaubt. Da fordert Joseph sie auf zum Tanz des Kusses, bei dem der Mann der Frau einen Kuss rauben muss - gegen deren Willen – und dann gehört sie ihm an für immer. Ein Duell so packend wie High Noon. Wally ist im Glück und am Ende des Tanzes gibt sie sich Joseph hin, aus freien Stücken. Aber alle lachen sie aus, denn es war keine Eroberung, keine Liebe, es war nur die Rache für Afra. In ihrer rasenden Wut und Verletztheit fragt Wally den Vinzenz Gellner, ob er sie noch wolle und bereit sei, für ihre Hand den Joseph zu töten. Und so nimmt das Drama im Ötztal seinen Lauf...

    Musikalische Leitung: Johannes Pell
    Regie: Bernd Schmitt
    Bühne und Kostüme: Birgit Angele

    Mit dem Stuttgarter Kammerorchester und Studierenden der HMDK Stuttgart

    Eine Produktion der Opernschule der HMDK Stuttgart

    Premiere am 8. Juni 2022

    Karten für alle Vorstellungen bis zum 15.6. sind unter diesem LINK erhältlich.